Unsere Chronik - 2008 bis heute

In unserer Chronik werden die wichtigsten Ereignisse seit unserer Gründung mit einem kurzen Text beschrieben, der auch witzige und interessante Erkenntnisse enthält.

Zammramma 2013

Am 27.07.2013 stand eine ganz besondere Aktion bei uns im Verein auf der Tagesordnung. 

Zehn Burschen sind der Einladung der Thalkirchener Burschen gefolgt, die Isar von sämtlichen Unrat und Müll zu befreien. Bei strahlendem Wetter haben wir unseren Beitrag für die Umwelt geleistet. Gestartet sind unserer Burschen an der Großhesseloher Brücke. Bewaffnet mit Mülltüten und Handschuhen sind wir Flussabwärts marschiert. 

Nach fleißigem Aufsammeln haben wir die Gruppe der Thalkirchener Burschen mit Helfern am Flaucher getroffen. Den restlichen Abschnitt haben wir dann gemeinsam bestritten. 

Am Ende des Tages wurde einiges zamm’gräumt. Wir hoffen dadurch ein Zeichen gesetzt zu haben, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag zum Schutz unserer geliebten Isarauen war.

Großen Dank gilt hierbei den Thalkirchenern Burschen, die diese tolle Idee hatten. Solchen Einladungen folgen wir immer sehr gerne. 

Auf weiterhin gute Zusammenarbeit und vielen Dank an alle, die uns geholfen haben.

Tegernseer Waldfest 2013

Nachdem der Burschenverein auch in den letzten Jahren bereits das Rottach Egerner Waldfest besucht hatte, entschied man sich auch dieses Jahr wieder für einen Ausflug an den Tegernsee. Treffpunkt war der Maibaum, von wo aus man anschließend mit einem angemieteten Bus zum Waldfest fahren wollte. Bald fand sich hier eine Truppe von knapp 50 Burschen, Madln und Freunden, die den Ausflug an den Tegernsee antraten.

Die Busfahrt war zwar äußerst beschwerlich aufgrund von kilometerlangem Stau und gefühlten 40 Grad im Bus, allerdings ließ sie sich mit viel guter Laune gut überbrücken. Unser erstes Ziel war die Schwaiger Alm am Tegernsee auf der wir einkehren und uns stärken wollten, bevor man sich dem Konsum des Hopfensafts auf dem Waldfest widmen würde. Zur Schwaiger Alm ging man vom Parkplatz nur angenehme 5 Minuten, die in der Hitze allerdings schon mehr als genug waren. Dort angekommen genossen wir die schöne Aussicht und alsbald flossen auch schon die ersten kühlenden Radler, die nach der Busfahrt auch dringend von Nöten waren. Nach einem ausgiebigen Essen, das bei einigen bereits das Bedürfnis nach magenberuhigendem Jägermeister hervorrief, entschloss man sich noch etwas auf der Alm zu verweilen, bevor man dann mit dem Bus zum Waldfest aufbrechen würde. 

Doch auch die kurze Fahrt nach Rottach Egern hatte so ihre Tücken, da die kleinen Landstraßen und Brück nur unzureichend für große Reisebusse ausgelegt waren, sodass der Fahrer des öfteren nicht nur wegen der Hitze ins Schwitzen kam. Am Waldfest angekommen wurden dann die mittlerweile schon klassischen Plätze neben der Band eingenommen, wobei die wenigen Plätze unter den Schirmen heiß umkämpft waren. Vorausschauend wie immer wusste der Vorstand Maximilian Harder der Hitzewelle mit einer Runde Freibier entgegen zu wirken, wodurch sich die Gemüter schon bald wieder legten. Den Nachmittag verbrachte man dann schwatzend, schmausend und im Genuss eines kühlen Hellen. Unter anderem fanden sich auch einige Freischützen zusammen, die zwar kaum auf die Scheiben trafen, jedoch beim aus der Hüfte schießen dennoch eine gute Figur machten. Mit zunehmender Länge des Ausflugs stieg auch langsam die Menge an Bier, sodass am frühen Abend ein angenehmer Pegel vorherrschte und man ausgelassen und entspannt den Tag genießen konnte, bevor man sich dann ins Gefecht an der Schnappsbar stürzen würde.

Der Untergang der Sonne stand symbolisch für den weiteren Verlauf des Abends. Sogleich wurden die Plätze im Biergarten aufgegeben und der gesamte Verein  versammelte sich an den heiß begehrten Plätzen der Schnappsbar. Dort wurde bald ein Wettkampf eröffnet wer die meisten Stamperl ausgibt, sodass schon bald die ersten Burschen sich beim Vorstand Geld leihen mussten um das finanzielle Polster aufzubessern. So nahm der Abend seinen Lauf und es wurde lustig weitergetrunken, gelacht und gefeiert. Dabei verging die Zeit so schnell, dass man es kaum wahrhaben wollte, als der Aufruf zur Abfahrt kam. Nachdem dann nach mehreren Kontrollgängen auch die letzten Burschen in der Schnappsbar aufgetrieben werden konnte, stand der Rückfahrt nach Harlaching nichts mehr im Weg. 

Diese fiel aufgrund der gesperrten Autobahn deutlich länger aus, sodass sich die Fahrt auf knapp 2 Stunden verlängerte. Der Bus selbst glich einer Mischung aus Nachtzug und Afterwiese, wobei viele der Mitglieder andere noch munter ein Lied nach dem anderen anstimmten während andere schon einem tiefen, fast schon komatösen Schlaf verfallen waren. Dabei wurde auch nicht davor zurückgeschreckt den Gang als Schlafgelegenheit wahrzunehmen und allerlei Gegenstände wie Eimer oder Flaschen als Kopfkissen zu benutzen. Letzten Endes verlief die Fahrt aber ohne größere Zwischenfälle und der Bus traf gegen 1 Uhr sicher in Harlaching ein. Nachdem sich alle herzlich verabschiedet hatten, konnte jeder zufrieden nach Hause wanken.

Harlachinger Einkehr Sommerfest 2013

Am Samstag dem 20. Juli 2013 stand das Sommerfest der Harlachinger Einkehr auf unserem Programm. Mit knapp 30 Madln und Burschen war unserer Präsenz nicht zu verkennen.

Während unserer Maibaum Wache hat die Harlachinger Einkehr, insbesondere ihre Pächter Martin und Steffi Niederreiner, den BVH tatkräftig unterstützt. Ohne ihre Hilfe und das Überlassen der alten Pferdehalle, wäre das Mammutprojekt „Maibaum 2013“ nicht möglich gewesen. Als Dank haben sich die Burschen und Madln dazu bereit erklärt, den Maitanz auf dem Sommerfest zu wiederholen.  Unter der musikalischen Leitung der „Vogtareuther Blasmusi“ haben insgesamt 11 Paare getanzt. Auf dem Programm standen das Mühlradl, der „Boarische“ und die Sternenpolka. Das Publikum war hellauf begeistert von der Darbietung.

Durch einige „Neuplattler“ gab es an diesem Tag auch die Generalprobe für den neu zusammengesetzten Plattlerkreis. Großes Lob gebührt den Plattlern, die innerhalb kürzester Zeit unter der Regie von Robin Beutner und Anselm Schmidt die Tänze einstudierten und eine fast tadellose Performance hinlegten.

Bei sonnigem Wetter, Ochs vom Spieß und der ein oder anderen kühlen Radlermass saßen die Burschen und Madln noch bis spät in die Abendstunden beisammen. 

Bedanken möchten wir uns bei allen Tänzerinnen und Tänzern, bei den Plattlern und bei der Harlachinger Einkehr. Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

BILDER ZU DIESEM EREIGNIS

Maibaumauslöse 2013

Nachdem uns am Morgen des 29. März unser in der Bearbeitung steckender Maibaum in einer schnellen wie auch geschickt geplanten Aktion von den Burschenvereinen Harthausen und Putzbrunn entwendet worden war, fand am etwa 3 Wochen später am 21. April die Auslöse und die Rückgabe unsere Maibaumes statt. Gegen 12 Uhr durften wir aufgereiht vor unserer Hütte die beiden Burschenvereine, die teilweise noch Familie mitgenommen hatten, und den Baum begrüßen. Bei der (Wieder-)Einfahrt des Baumes konnten wir noch einmal die Routine der Diebe bestaunen, die in den letzen Jahren mehr als ein Dutzend Maibäume geklaut hatten. So schnell wie er uns damals abhanden gekommen war, so schnell lag er wieder in unserer Halle und nicht wenige Burschen hießen ihn mit einer Umarmung wieder vor unserer Wachhütte willkommen. Natürlich hatte seine Rückkehr traditionell seinen Preis: 200L Freibier und Brotzeit für alle Gäste. 

Um für das Wohlbefinden wurden vor unserer Wachhütten einige Bierbankgarnituren aufgestellt und draußen war ein Grill platziert worden, auf welchem fleißig Würstl und Steaks für hungrige Mäuler von unseren „Grillmeistern“ zubereitet wurden. Es war ein munteres Treiben, es wurde viel gelacht, sehr gut gegessen und vor allem sympathische Kontakte geknüpft zwischen den Burschen aus Harlaching, Harthausen und Putzbrunn. Als der Hunger aller gestillt war und ein Großteil des Freibiers konsumiert worden war, wurde der Fokus des Abends eher in das Innere der Wachhütte verlegt und es wurde Musik gespielt und ausgelassen gefeiert. Leider wurde die Abfahrt unserer Gäste auf 22 Uhr festgelegt, so dass wir jene nach tollen 8 Stunden voller Spaß und guter Laune wieder auf Ihren Heimweg verabschieden mussten. Wir als Burschenverein haben den Tag trotz des eigentlich unglücklichen Anlasses sehr genossen und hoffen auch weiter eine gute Beziehung und Freundschaft zu dem Burschenverein Harthausen und dem Burschenverein Putzbrunn zu pflegen.

Wachhütte 2013

Ein Baum, 50 junge, motivierte Burschen und ein Brauchtum. Das genügt, um in Harlaching im Frühjahr 2013 ein völlig neues und ungeahntes Großprojekt ins Leben zu rufen. Es geht natürlich um einen  neuen Maibaum für das wunderschöne Stadtviertel Harlaching. 

Schon im Dezember des vergangenen Jahres  wurde für diese Neuerung alles in die Wege geleitet. Zusammen mit unserem Fachmann Michael Henn suchten wir einen Baum im Perlacher Forst aus und fällten ihn gemäß Waldmansart. 

So weit so gut. Nun kam das neue Jahr und der Baum lag immer noch im Wald. Zwar entrindet und abgedeckt, jedoch im Wald. Das bedeutete für uns, eine Wachhütte muss her. Ein Ort der gleichzeitig zur sicheren Aufbewahrung vor Dieben diente sowie Raum und Möglichkeiten zum Bearbeiten lieferte. Garnicht so einfach möchte man jetzt denken. Aber wir waren all dem schon weit voraus. 

Die Wirtsfamilie Niederreiner der Harlachinger Einkehr stellte uns netterweise ihre alte Scheune zur Verfügung die genau diese Voraussetzungen erfüllte. 

Also wurde in diese Scheune eine Hütte gebaut. Eine echte Wachhütte. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Es kam der März und aus dem Nichts wuchs eine Wachzentrale. Es konnte losgehen, das Bewachen und Bearbeiten. Zwei ganze Monate blieben, um das stolze 30 Meter lange und 2 Tonnen schwere Holz in die bayrischen traditionellen Farben weiß-blau zu hüllen, mit Schildern zu verzieren und am Laurinplatz in Position zu bringen. 

Um diese zwei Monate heil über die Runden zu bringen, wurde ein Wachplan erstellt. Immer zwei Burschen bzw. ein Bursche und ein Anwärter hatten die verantwortungsvolle Aufgabe, den Baum im Auge zu behalten. Zwei Schichten, jeweils von 8 bis 20 Uhr und von 20 bis 8 Uhr  wurden festgelegt. Jeden Abend um genau 20 Uhr gab es ein Abendessen für alle Arbeiter am Baum; zubereitet von den diensthabenden Wachen der kommenden Nacht. 

Dies stellte sich als ein sehr geselliges und unglaublich nettes Ritual heraus. Nicht zu selten erschienen die Burschen und besonders auch Außenstehende in der „ Hüttn “, um mit anzupacken oder zu sehen was dort geschah und um ein wenig daran Teil zu haben. Mit jedem Tag kristallisierte sich mehr und mehr heraus, was für eine großartige Sache dieser Maibum war. Für den Verein, aber auch für Harlaching mit seinen bayrischen Wurzeln. 

Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt, das oftmals stressige und anstrengende körperliche Arbeiten und die unvergesslichen Abende in der Hüttn mit Bier und vielen verschiedenen Gästen aus der Umgebung nahmen in diesen Tagen einen Hohen Stellenwert ein. Es sollte eine Zeit für den Burschenverein Harlaching werden, die er und alle die, die ihn formen, auf ein harte Probe stellte, schlussendlich aber ein klares Ergebnis wiederspiegelte. 

Ein eigener Maibaum am Laurinplatz; es war geschafft!

Maibaumklau 2012

Schon länger gab es im Burschenverein die Idee, gemeinsam einen Maibaum zu klauen. Bei den Winterstammtischen 2011/2012 wurde das Thema endlich zum ersten Mal konkret besprochen. Schnell fand sich eine Gruppe motivierter „Späher“, deren Aufgabe zunächst darin bestand, herauszufinden, welche Gemeinden 2012 neue Maibäume bekommen und am wichtigsten, wo diese gelagert werden sollten. Nach Wochen der Recherche und des Auskundschaftens von möglichen Zielen, stand fest: Der Laimer Maibaum ist dieses Jahr fällig. Nachdem der Baum am 21. Januar ein letztes Mal beobachtet wurde, ging auf einmal alles sehr schnell, da andere Burschenvereine vielleicht in der Zwischenzeit auf dieselbe Idee gekommen waren. Am selben Abend noch wurden alle Burschen über die Aktion informiert, die am nächsten Tag stattfinden sollte. Während die einen dann tagsüber den besten Weg von Laim nach Harlaching austüftelten, planten die anderen  den Transport mithilfe eines Traktors und wieder andere reisten extra von ihrem Studienort an. Treffpunkt war gegen Mitternacht in Harlaching, von wo aus wir mit ungefähr 25 Burschen samt Traktor und Nachläufer gemeinsam nach Laim fuhren. Dort beobachteten wir zur Sicherheit noch 2-3 Stunden alles um den Maibaum herum, um auf keinen Fall erwischt zu werden. Der Maibaum war zu unserem Glück unbewacht und mithilfe einer vorher festgelegten Formation schnell auf den Nachläufer aufgeladen. Trotzdem ging Alles nicht ganz geräuschlos von statten und deshalb fuhren wir so schnell wie möglich in Richtung der nächsten Ortsgrenze. Diese war leider nicht in Richtung Harlaching, weshalb wir einen größeren Umweg machen mussten und so bis in die frühen Morgenstunden unterwegs waren. Kurz vor Thalkirchen wurden wir dann von einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife aufgehalten, die sich wunderte was ein 20 Meter langer Baum begleitet von mehreren Autos und 20 Burschen in Warnwesten an einem Montagmorgen auf Münchens Straßen zu suchen hat. Obwohl die Polizisten die Tradition des Maibaumklauens kannten, hatte unsere Nacht und Nebel Aktion leider ein Ende und wir mussten den Maibaum wegen dem einsetzenden Berufsverkehr vorübergehend ablegen. Nachdem wir den Maibaum in Thalkirchen für 2 Tage Tag und Nacht bewachten, transportierten wir ihn nach Harlaching und traten mit den Vorständen des Laimer Maibaumvereins in Kontakt, die sich als faire Verlierer gaben. Die Verhandlungen dauerten länger als zunächst gedacht und uns war es nicht möglich den Laimer Maibaum zu bewachen, weshalb der Grünwalder Burschenverein dann den bereits gestohlenen Maibaum noch einmal entwendete. Als Bestandteil der Auslöse wurde uns dann anhand des Laimer Baums in Grünwald das Bearbeiten erklärt, was im Hinblick auf unseren ersten eigenen Maibaum im darauffolgenden Jahr sehr hilfreich war. Mit einem rauschenden Fest lösten wir den Baum ein paar Wochen später in der Menterschwaige mit Bier und Brotzeit von den Grünwalder Burschen aus. Da unterdessen auch unsere Verhandlungen mit den Laimern ein Ende gefunden hatten, brachten wir den Maibaum gleich am nächsten Tag (nach einer weiteren Nacht in der der Baum in der Menterschwaige bewacht werden musste) nach Laim zurück, wo es auch eine Auslösefeier mit Bier und Brotzeit gab. Alle anwesenden Laimer waren froh, ihren Maibaum wiederzuhaben und mindestens genauso froh waren wir, ihn endlich los zu sein.

Tegernseer Waldfest 2010

Die Waldfeste sind für Tegernsee das, was für München das Oktoberfest ist. Und das Beste ist: sie dauern den ganzen Sommer. Die Waldfeste, das ist echt bayerisches Lebensgefühl!

Heute wie damals wird am Tegernsee heimisches Brauchtum und die altbayerische Tradition liebevoll gepflegt. Dirndl und Lederhosen gehören zu den Waldfesten unbedingt dazu wie Blasmusik, Schuhplattler, Holztische mit zünftiger Brotzeit und eine frische Maß Tegernseer.

Der Burschenverein Harlaching besuchte das Waldfest des Ski Club Rottach -Egern zum ersten mal gemeinsam im Jahr 2010. Mit dabei waren aber nicht nur Burschen, sondern auch Freunde und Familie.

Aufgrund der vielen Teilnehmer mietete der Verein einen Reisebus, der uns am frühen Nachmittag direkt zur Waldfestwiese bei Enterrottach brachte.

Mit kühlem Tegernseer Bier und Schafkopf spielen genossen wir die gemütliche Atmosphäre sowie die Aufführungen der Schuhplattler und der Blaskapelle Rottach – Egern unter strahlend blauem Himmel. Wer es lieber ein bisschen sportlicher mochte, konnte sich an den Schießbuden mit anderen messen.

Gegen Anbruch der Dunkelheit verlagerte sich die Veranstaltung zur Freilicht-Schnapsbar wo bis spät in den Abend gefeiert wurde.

Im darauffolgendem Jahr fiel das Waldfest aufgrund andauernder schlechter Wetterbedingungen ins Wasser und auch im Jahr 2012 meinte es das Wetter nicht besonders gut mit uns.

Der Bus holte uns Mittags bei der Wiese vor der Emmaus Kirche - auf der nun unser Maibaum steht – ab, wobei aufgrund des stark bewölkten Himmels und des leichten Regens noch nicht klar war ob das Fest überhaupt statt findet.

Deshalb fuhren wir zunächst ins Tegernseeer Bräustüberl um den nächsten Schauer abzuwarten und um uns mit Schweinebraten und einem ersten Tegernseer Bier auf das Fest einzustimmen.

Als der Himmel aufklarte, fuhren wir weiter zur Festwiese und hatten wieder sehr viel Spaß. Leider blieben weitere Regenschauer nicht aus aber die Festbesucher ließen sich nicht beirren und feierten unter den schützenden Sonnenschirmen weiter. 

Als das Wetter auch am späteren Abend nicht besser wurde, wurde die Schnapsbar in die anliegende Vereinshalle verlegt und auch dieses mal verließen wir das Fest erst spät in der Nacht.

Burschenhütte 2009

Im Winter 2009 brach der Burschenverein Harlaching zu seinem ersten Berghüttenwochende nach Schwaz in Tirol auf.

Der Burschenverein war damals noch ein ganz anderer als Heute. Die Gründung lag noch nicht einmal ein Jahr zurück und der Verein zählte bereits stolze 12 Vollmitglieder und etwa sieben Anwärter. Das junge Alter des Vereins hatte zwei Auswirkungen die, den Charakter des ersten Hüttenwochenendes maßgeblich prägen sollten: einmal war zu dieser Zeit alles ein “erstes Mal”, vom “für 20 Mann Gulasch kochen” bis zum “für gerechte Arbeitsteilung sorgen”, zudem war der Verein so klein, dass die Stimmung sehr familiär war, alle an einem runden Tisch essen und in einem Bettenlager schlafen konnten.

An einem Freitag Nachmittag fuhren wir also los, viel zu spät allerdings und so senkte sich bereits die Dunkelheit über die Berge als wir in Schwaz ankamen. Nach mühsamen Anlegen von Schneeketten an alle Burschenvehikel konnten wir den Bergparkplatz mit den Autos erreichen. Nun musste allerdings Verpflegung für drei Tage und zwanzig hungrige Burschen den letzten “kurzen” Aufstieg zur Hütte hinaufgeschafft werden. Der größte Posten, wie sollte es anders sein, waren dabei die Bierfässer. Wir hatten etwa sechs 30 Liter Fässer dabei die nun auf Schlitten den Berg hochgezogen werden sollten.

Der Aufstieg stellte sich schnell als wesentlich länger, der Pfad als viel unwegsamer und die Dunkelheit als um einiges dunkler heraus als es generell erwartet worden war. Zudem fing es an zu schneien und nach einem beachtlichen Marsch führten die letzten 500 Meter zur Hütte durch 40 cm hohen Neuschnee eine Anhöhe hinauf zum Waldrand.

Dort gab es die nächste Überraschung: die Hütte hatte kein fließendes Wasser und keine Zisterne irgendeiner Art. Die einizge Toilette war in einem winddruchlässigen Holzverschlag vor der Haustür untergebracht und besaß keine Spülung, ein klassisches “Plumpsklo” österreichischer Ausführung eben. Zudem war die Hütte sehr klein, es gab eine Stube mit einem runden Tisch und Ofen sowie einen Schlafraum mit Matratzenlager für 15 Leute.

Aber die äußeren Umstände, so schroff sie auch gewesen sein mögen, konnten der guten Laune der 19 jungen Männer wenig anhaben. Alsbald brannte ein Feuer im Herd, Schwarzwälderschinken wurde aufgeschnitten, Brote geteilt und das erste Fass angezapft. Ein Fass kam zum anderen und schon bald wurden Hemden ausgezogen, Armdrückwettbewerbe abgehalten, der Jägermeister entkorkt, die Schafskopfkarten gezückt und der ein oder andere Männerwitz erzählt. Dazu lief der Burschenhüttenhit “Lady Gaga - Pokerface” in Dauerschleife. 

Weit nach Mitternacht verabschiedeten sich die Burschen dann nach und nach sich aus der heißen Stube in das etwas kühlere Schlafzimmer um sich, meist in Lederhose, auf das Lager zu begeben und zu schlafen. Nur Herr Maximilian Fischer und Herr Felix Henderson waren noch bis zum Sonnenaufgang in der Stube zu hören, oft schallend lachend, dann wieder schmerzvoll schreiend. 

Am Morgen fand man die beiden schlafend auf den Holzbänken, Oberkörper entblösst, das letzte Glas noch nicht ganz geleert. 

Der Tag wurde damit zugebracht Schnee zu schmelzen damit am Abend Nudeln gekocht werden konnten. Beachtlich welche Menge Schnee in einen Topf gesteckt werden muss um genug Nudelwasser für 8 kg Nudeln zu erhalten. Der Prozess nahm buchstäblich den gesamten Tag in Anspruch. Andere Burschen holten Verpflegungsnachschub aus den Autos und erkundeten das Gebiet.

Am zweiten Abend war dann eine Außerodentliche Mitgliederversammlung angesetzt. Die Herren Sebastian Schmidt, Philipp Richter und Felix Henderson sollten in der 2. Aufnahmerunde seit Vereinsgründung im Mai 2008 nun offiziell in den Verein aufgenommen werden. Es kam fast zum Eklat als alle Anwärter, sowie die Herren Schmidt, Richter und Henderson in der Eiseskälte vor der Tür warten mussten, während der kleine Kreis Vollmitglieder ausgiebig über die Aufnahmen diskutiert und schließlich abstimmte. Alle drei wurden aufgenommen.

Der weitere Verlauf des Abends glich dem des vorangegangenen Tages mit dem Unterschied, dass er der letzte war und somit alle Vorräte an Bier, Essen und Schnaps aufgebraucht werden “mussten”. Zudem gab es besagte Aufnahmen zu feiern. Diese Tatsachen kombiniert mit dem Fakt dass der Ofen den ganzen Tag auf Höchstufe beheizt worden war (zu Schneeschmelze) führte dazu, dass um Mitternacht zwanzig junge Männer mit aufgeblähten Bäuchen, erheiterteten Gemütern in der infernalischen Hitze der Stube saßen und sich gegenseitig von vergangenen Unglaublichkeiten berichteten. Zudem kam nun auch die Stunde des Plumpsklos: nach zwei Tagen quasi 100% tiger Kohlenhydraternährung und erhöhtem Bierkonsum war die Kälte und der Gestank nicht genug um die Burschen von dessen ausgiebiger Nutzung noch länger abhalten zu können. Lange saßen wir zusammen, aßen, tranken und scherzten. Irgendwann nach Mitternacht kam jemand auf die Idee kam noch einen kleinen Spaziergang zu machen, zurück zu den Autos wohl um eine vergessene Flasche Schnaps hochzuschaffen. Die Herren Henderson und Berghofer voluntierten und waren daraufhin mehrere Stunden verschollen woraufhin angeheiterte Burschen in Lederhosen durch den tiefen Schnee aufbrachen um nach den Vermissten zu suchen. Nach geraumer Zeit hatte sich schließlich alle wieder in der Stube eingefunden, besagtes Fläschen aus dem Auto hatte ebenfalls den Weg zur Hütte überstanden und der Abend konnte entsprechend ausklingen.

Am nächsten Mittag, als sich alle Burschen schließlich aus ihren Lagern geschält hatten, erfuhren wir zum ersten Mal wie viel Arbeit es ist eine Hütte von Burschengebrauchsspuren zu reinigen und einigermaßen zumutbar für künftige Gäste zu machen. Wir erlebten aber auch erstmals wie wir durch ein gemeinsames Anpacken tatsächlich dazu in der Lage waren dies zügig und fachmännisch zu erledigen. Ganz allgemein hatte das Wochenende allen gezeigt wie schön Gemeinschaft sein kann, wie gut Zusammenarbeit in schwierigen/neuen Situationen funktionieren kann und somit wohl in allen Lust auf künftige Unterfangen dieser Art geschürt. Ein Enthusiasmus für den Verein der auch maßgeblich zu dem Erfolg des ersten Burschenfests und künftiger gemeinsamer Fahrten beitragen sollte.

BVH Sommerfest 2008

Seit der Gründung des Vereins im Mai 2008 ist es uns Burschen schon immer ein großes Anliegen gewesen mit gelungenen Aktionen auf uns aufmerksam zu machen! Nicht einmal 3 Monate nach der Gründung haben wir ein Isar-Sommerfest geplant. Unser erstes Event. Ziel der Veranstaltung war es nicht nur auf sich aufmerksam zu machen sondern sich auch untereinander noch besser kennen zu lernen. 

Zu einem guten Sommerfest gehört ein Grill, eine gute Lokation und natürlich kühles Bier. Deshalb haben wir folgendes auf unsere Einkaufsliste geschrieben:  8 Paulaner Holzfässer, Nürnberger Rostbratwürschtl, Marinierte Schweinenackensteaks, ein Grill mit Kohle, ein Pavillon und alles was man zum Essen brauch. Aufgrund unserer besonderen Beziehung zur Menterschwaige haben wir alles im Kühlraum lagern können. Die Voraussetzungen waren also ideal.

Nun galt es noch die richtige Stelle an der Isar zu finden. Da wir alles zu Fuß und per Hand an die Isar tragen mussten wurde eine Stelle direkt unterhalb des Biergartens ausgewählt. Allerdings war das ausgewählte Kiesbett noch von Wasser umzingelt. Kurzerhand entschlossen wir uns eine provisorische Brücke zu bauen. Nach viel Aufwand, Kraft und Zeit stand die Brücke. Doch noch nicht einmal 2 Stunden später ging der Wasserstand so rapide herab, dass eine Brücke nicht notwendig gewesen wäre. Aber auch solche Aktionen schweißen zusammen. 

Das Wetter hat uns wie schon so oft in die Karten gespielt. Es war ein wunderschöner Sommertag. Natürlich kann man die Besucherzahlen nicht mit den heutigen vergleichen. Und dazu waren die Besucher mehr oder weniger Freunde und Familie der Burschen. Der Grill- und Bierverkauf lief gut und die Stimmung war herrlich. Die Mutigen unter uns haben eine Abkühlung in der Isar gesucht. Es war rundum ein sehr familiäres und herzliches Fest. Bereits dort waren ein Paar Grünwalder Burschen unsere Gäste. Auf deren Unterstützung ist stets verlass.

Noch vor Einbruch der Dämmerung wurde alles wieder abgebaut und nach oben getragen. Im dunklen wollte keiner mehr Fässer schleppen. Doch leider hat uns ein Sommergewitter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im strömenden Regen wurde alles hoch in den Lagerraum gebracht. Es war ein denkbar schlechter Abschluss eines solchen Tages. Erschöpft und außer Kraft haben wir uns im Biergarten unter einem großen Schirm gesammelt. Da keiner von uns so ein Ende hinnehmen wollte, wurde noch ein frisches Fass angezapft. Komplett durchnässt haben wir dem Sommerfest einen würdigen Abschluss geliefert und haben so den Abend ausklingen lassen.

Wir waren alle glücklich über den Verlauf und haben schon früh gemerkt welches Potenzial in unserem Verein steckt. Das war der Beginn einer unglaublichen Entwicklung. Rückblickend hätte keiner von uns geglaubt was wir auf die Beine stellen können. Aber unser Zusammenhalt und unsere Leidenschaft gegenüber dem Verein sind der Garant für Erfolge.

Gründung am 25. Mai 2008

"Was meint Ihr, gibt's den Verein noch in 5 Jahren oder in 10 Jahren oder vielleicht sogar in 50 Jahren?", fragt Bastian, nachdem er als Erster unterschrieben hat und reicht den Kugelschreiber an Quirin weiter, der als Zweiter unterschreibt und fragt: "Ja, und will da überhaupt jemand mitmachen außer uns Sieben?" "Ja freilich, mein Bruder ist auf jeden Fall dabei!",meint Jonathan und unterschreibt als Dritter. Michael zieht die Satzung zu sich herüber, unterschreibt als Vierter und verkündet: "Also mein Sohn wird auch einmal Mitglied in diesem Verein sein." "Dann musst Du aber auch immer schon alles aufschreiben, damit der später mal weiß, was wir so gemacht haben", sagt Konstantin und unterschreibt als Funfter. Nicolaus setzt als Sechster auch sein Servus drunter und grinst: "Burschen, ich habe da richtig Bock drauf!" Andreas besieht sich noch einmal die von ihm verfasste Satzung, unterschreibt als Siebter und meint: "Jetzt haben wir es getan."

Sieben Masskrüge prosten sich unter Kastanienbäumen im Biergarten des Gutshof Menterschwaige zu. Der Burschenverein Harlaching ist gegründet.

Wir schreiben den 25.Mai 2008. Als erster unwissender Gratulant kommt Christian Schottenhamel vorbei. "Christian, wir haben gerade den Burschenverein Harlaching gegründet." "Wirklich? Finde ich super. Dann könnt ihr euch in fünf Jahren ja um die Maibaumwache kümmern..." "Natürlich machen wir das dann. Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt müssen wir uns erstmal um die ersten Schritte kümmern. Was machen wir eigentlich als Erstes?" "Zuerst brauchen wir mal ein Wappen...Damit wir die Stege bestellen können,oder?...Ich dachte da an den bayrischen Löwen...Und Hopfen vielleicht?...Wer kann denn mal einen Mitgliedsantrag entwerfen?" "Stimmt, wir können das ja nicht nur zu siebt stemmen...Ein Konto müssen wir auch aufmachen...Kann sich jemand ums Vereinsregister kümmern?" "Christian, gut dass Du da bist, wir müssen wegen der Maifestplanung reden." "Aber das ist doch erst in einem Jahr?" "Ja, aber das soll ja auch was Gscheides werden...Wie wäre es zuerst denn mit einem Sommerfest an der Isar, Jungs?...Wir sollten auf jeden Fall auch zusammen auf eine Hütte fahren..." Dies war der Grundstein für die kommenden fünf Jahre. Ja, es gibt den Verein tatsächlich noch. Und zu siebt sind wir schon lange nicht mehr. Was alles seither passiert ist, steht in dieser Chronik. Die ersten fünf Jahre BVHarlaching. Eine Erfolgsgeschichte.